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über Gerald Herrmann

Wenn man die Menschheit als kollektiven Organismus sieht, dann betrachte ich selbst mich als Großhirnzelle. Viele Leser dieses Textes werden systembezogen ebenfalls die Funktion von Hirnregionen mitgestalten, vielleicht auch Nervenzellen sein. Die meisten Menschen stellen in obengenanntem Gesamtorganismus jedenfalls Blutkörperchen, Muskel und/oder Knochenzellen dar.

Gerald Herrmann jedoch ist einer der wenigen, die den Cortex der Menschheit bilden: Die Großhirnrinde, den bewusstesten Teil des Gehirns.

Seine Aufgabe, die er sich gewiss nicht selbst erwählt und oft verflucht hat, ist es, dort hin zu denken, wo andere nicht mehr denken können oder wollen - jenseits von Grenzen, Normen und selbst- oder fremdauferlegten Wirklichkeitsvorstellungen. Gerald Herrmann bewegt sich außerhalb künstlich erschaffener Gesellschafts-Matrizen und lebt ein Weltbild, in dem alles, aber auch wirklich alles Platz hat, ausgenommen Begriffe wie „unmöglich“.

Ihn oder sein künstlerisches Werk zu etikettieren oder zu schubladisieren hieße, genau zu verkennen, was er uns zu sagen sucht. Ob man ihn nun als Maler oder Schriftsteller bezeichnet, als versponnenen Ideenlieferanten oder als Philosophen, man beweist damit nur, dass man ihn nicht in seiner Gesamtheit wahrnehmen kann.

Was Gerald Herrmann „dort draußen“ entdeckt, zwischen Hier und der Unendlichkeit, jenseits fraktaler und paradoxer Welten, ist für uns kaum nachvollziehbar. Die Einheit der Gegensätze, der holistische Zusammenhang von ALL-em ist nicht - wie bei wenigen anderen (!) - die letztgültige Erkenntnis seines Schaffens, sondern die Basis, von der aus er aufgebrochen ist.

Wenn Sie das eigentliche Werk in seiner Gesamtheit erfassen wollen, das Herrmann mit seinen Bildern, Schriften und Inszenierungen darstellt, müssen Sie mehr als einige Schritte zurücktreten. Zehntausend Kilometer (die Distanz zwischen Ausstellungsorten) oder zehn Jahre (der Zeitraum, den der vorliegende Katalog zu umfassen sucht) mögen ein guter Anfang sein. Ausreichend ist dies gewiss nicht ...

Hadmar Freiherr von Wieser
Salzburg, Oktober 1999

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